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SFB 624 Template - Funktionale chemische Schablonen

Nach der dritten Förderperiode hat der SFB 624 am 30. Juni 2013 seine Arbeit beendet.

Diese Webseite wird daher nicht mehr aktualisiert.

 

 

Der Sonderforschungsbereich 624 (SFB 624) erforscht funktionale chemische Template. Template (Schablonen) enthalten die Information zur strukturellen Organisation von Objekten, so dass von vielen möglichen geometrischen Anordnungen eine bestimmte deutlich bevorzugt wird. Chemische Template ordnen Atome, Molekülteile oder ganze Moleküle so, dass bei einer Reaktion von mehreren möglichen Produkten eines bevorzugt gebildet wird.

In der dritten Förderperiode des SFB 624 rücken funktionale, über die Synthese hinausgehende, Aspekte von Templaten in den Mittelpunkt des Interesses. Die Reaktionssteuerung durch Template ist also nicht auf die kovalente Verknüpfung von Atomen oder Molekülteilen beschränkt, sondern in einem weiter gefassten Umfeld zu sehen. Sie soll auch die Wechselwirkung zweier (oder mehrerer) Moleküle oder Molekülteile umfassen, ebenso wie das Abscheiden von Partikeln (Atome, Moleküle, und deren Verbände) auf Oberflächen, falls diese Prozesse nicht in einer statistischen Art und Weise verlaufen, sondern durch eine Schablone gesteuert werden.

Im SFB 624 werden komplexe und funktionale Templatarchitekturen in Lösung, an Grenzflächen und in Festkörpern untersucht. Nach der Topographie werden dabei konvexe, konkave, planare und lineare Template unterschieden. Die Projekte des SFB sind in eine dieser vier Templatgruppen eingeordnet. Die Zielsetzungen der Arbeiten des SFB umfassen beispielsweise, (a) die Reaktivität und Selektivität von homogenen und heterogenen Reaktionen zu steuern, (b) neue kovalente Template auszuarbeiten, zur Synthese neuer Architekturen zu nutzen und deren Funktionen zu bestimmen, (c) die Selektivität von (hierarchischen) Selbstorganisationseffekten zu verstehen und zu kontrollieren, (d) Templateffekte in enzymatischen Reaktionen aufzudecken und auszunutzen, (e) Stereokontrolle in enantio- und diastereoselektiven Prozessen auszuüben und (f) neue nanoskalige Materialien zugänglich zu machen. Neben funktionalen Aspekten gibt es die methodischen Schwerpunkte (a) theoretische Methoden, (b) Massenspektrometrie, (c) Rastersondenmikroskopie, (d) Ultrakurzzeitspektroskopie und (e) optische Mikroskopie.

 

International Symposium 2013
Das Programm des International Symposiums "Templates in Chemistry - Present and Future" finden Sie hier zum Download.
 

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