Module

Der Bachelorstudiengang Chemie ist modular aufgebaut. Das bedeutet, dass der Abschluss durch erfolgreiches Absolvieren aller Module erlangt wird. Die jeweiligen Modulabschlussprüfungen sind somit Teilprüfungen der Bachelorprüfung.

Studienverlaufsplan

Der Studienverlaufsplan gibt die empfohlene Abfolge der Module für das Absolvieren des Bachelorstudiums in sechs Semestern an. Bei Fragen zu individuellen Studienverläufen wenden Sie sich bitte an die Studienberatung.

Grundlegende Informationen über Inhalte und Organisation der Module enthält das Modulhandbuch. Weitere Details finden Sie auf den unten verlinkten Modul-Seiten bzw. in den eCampus-Kursen der Module.

Pflichtmodule

1. Semester

BCh 20 1.1 Allgemeine Chemie

BCh 20 1.2 Anorganische und Analytische Chemie I
(Qualitative Analyse)

BCh 20 1.3/2.3 Physikalische Chemie I/II
(Molekulare Wechselwirkungen und chemische Thermodynamik, zweisemestrig)

BCh 20 1.4 Physik I

BCh 20 1.5 Mathematik im Chemiestudium

2. Semester

BCh 20 2.1 Anorganische und Analytische Chemie II
(Qualitative Analyse)

BCh 20 2.2 Mathematik im Chemistudium II

BCh 20 2.4 Physik II

BCh 20 2.5 Physik-Praktikum

BCh 20 2.6/3.2 Grundlagen der Organischen Chemie
(zweisemestrig)

3. Semester

BCh 20 3.1 Anorganische und Analytische Chemie III
(Quantitative Analyse)

BCh 20 3.3 Physikalische Chemie III
(Kinetik und Statistische Thermodynamik)

BCh 20 3.4 Theoretische Chemie I

BCh 20 3.5 Praxis der Thermodynamik

BCh 20 3.6 freies Wahlpflichtmodul I

4. Semester

BCh 20 4.1  Praxis der Organischen Chemie

BCh 20 4.2 Methoden der Strukturaufklärung

BCh 20 4.3/5.3 Physikalische Chemie IV
(Spektroskopie, zweisemestrig)

BCh 20 4.4 Theoretische Chemie II

5. Semester

BCh 20 5.1 Konzepte und Synthesen in der Organischen Chemie

BCh 20 5.2 Grundlagen der anorganischen Molekül- und Festkörperchemie

BCh 20 5.4 Grundlagen der Biochemie

6. Semester

BCh 20 6.1.n Fachgebundene Wahlpflichtmodule

BCh 20 6.2 freies Wahlpflichtmodul II

BCh 20 6.3 Bachelorarbeit

Fachgebundene Wahlpflichtmodule (6. Semester)

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Colourbox

Voraussetzung für die Teilnahme an den Wahlpflichtmodulen BCh 20 6.1.n ist der Abschluss aller Pflichtmodule des jeweiligen Bereichs. Die Wahlpflichtmodule dienen auch der Vorbereitung einer Bachelorarbeit im jeweiligen Bereich.

Alle Wahlpflichtmodule haben einen Umfang von 12 LP und bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie werden jeweils in der ersten Hälfte des Sommersemesters angeboten, so dass danach bis zum Ende des Sommersemesters genug Zeit für die Anfertigung einer Bachelorarbeit bleibt.

Im vorhergehenden Wintersemester finden jeweils Informationsveranstaltungen der drei Institute ("Tage der offenen AKs") statt, bei der sich die Arbeitskreise der Institute vorstellen und die Modulkoordinatoren über die Inhalte und organisatorischen Regelungen der WP-Module informieren.

BCh 20 6.1.1 Organische Chemie

Vertiefung der Kenntnisse über Konzepte und Methoden der Organischen Chemie sowie Weiterentwicklung der laborpraktischen Fähigkeiten

BCh 20 6.1.2 Anorganische Molekülchemie

Vertiefung der Kenntnisse über Synthese- und Analysemethoden anorganischer Molekülverbindungen sowie Weiterentwicklung der laborpraktischen Fähigkeiten (v. a. Arbeiten unter Inertbedingungen)

BCh 20 6.1.3 Festkörperchemie und Materialien

Vertiefung der Kenntnisse über die Eigenschaften fester Stoffe sowie Methoden zur Synthese und Analyse anorganischer Festkörperverbindungen. Weiterentwicklung der laborpraktischen Fähigkeiten (v. a. Arbeiten unter Interbedingungen)

BCh 20 6.1.4 Biochemie

Vertiefung der Kenntnisse über biochemische Vorgänge (v. a. über Proteine) sowie Erwerb von Kenntnissen und laborpraktischen Fähigkeiten bzgl. biochemischer Arbeitstechniken

BCh 20 6.1.5 Aktuelle Methoden der Physikalischen Chemie

Vertiefung der Kenntnisse über moderne Themengebiete der Physikalischen Chemie sowie Weiterentwicklung der Experimentierfähigkeiten, v. a. auch hinsichtlich der Auswertung und kritischen Beurteilung von Messdaten

BCh 20 6.1.6 Computational Chemistry

Erwerb von Grundkenntnissen der angewandten Quantenchemie und Simulation, Anwendung von theoretischen Methoden auf typische Problemstellungen und kritische Bewertung der erhaltenen Ergebnisse

Freie Wahlpflichtmodule

Neben den Pflicht- und Wahlpflichtmodulen müssen im Bachelorstudiengang Chemie auch freie Wahlpflichtmodule im Umfang von (mind.) 10 LP absolviert werden. Gemäß Studienverlaufsplan sind diese für das 3. und 6. Semester vorgesehen (4 bzw. 6 LP). Sie können aber auch in jedem anderen Semester absolviert werden.

Neben den Modulen, die über BASIS direkt als freie WP-Module angemeldet werden können, kann der Prüfungsausschuss auch weitere einführende Module anderer Bachelorstudiengänge genehmigen. Eine vorherige Beratung durch das Studiengangsmanagement wird empfohlen.

In diesem Modul kann neben dem Erwerb von 4 LP zusätzlich auch die Sachkunde nach § 5 Abs. 2 Chemikalien-Verbotsverordnung erhalten werden. Zum Erwerb des Sachkundenachweises ist  es notwendig, beide Klausuren (Rechtskunde und Toxikologie) innerhalb eines Semesters zu bestehen. Zur Anerkennung als freies Wahlpflichtmodul können die beiden Klausuren auch innerhalb von verschiedenen Semestern abgelegt werden.

Das Wissen um die Wirkung verschiedener Stoffklassen auf den menschlichen Körper und die rechtlichen Bestimmungen zum Umgang mit Gefahrstoffen ist für die Beurteilung von (technischen) Abläufen im Labor und Betrieb notwendig. Diese Sachkunde wird daher von vielen Arbeitgebern als wichtige bzw. unerlässliche Zusatzqualifikation angesehen.

Das Modul wird jeweils im Wintersemester nach eigenem Zeitplan durchgeführt. Die Lehrveranstaltungen sind Anfang Dezember beendet, die ersten beiden Teilklausuren finden vor der Weihnachtspause statt.

Elementarer Bestandteil des Chemiestudiums ist der Erwerb von Kenntnissen über sicheres Arbeiten im chemischen Laboratorium. Dies geschieht regelmäßig in den Sicherheitsunterweisungen vor den Laborpraktika und in den Praktika selbst durch die Anweisungen der aufsichtführenden Assistenten. 

Im freien Wahlpflichtmodul "Laborsicherheit in Theorie und Praxis" werden diese Kenntnisse vertieft. Experten vermitteln den Studierenden in kompakter Form die wichtigsten Kenntnisse rund um die Laborpraxis und -sicherheit.

Das Modul wird von Frau Dr. Monika Schmitz (Abteilung 4.2 - Arbeits- und Umweltschutz) organisiert und durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Referenten aus den verschiedensten Bereichen wird den Studierenden das Thema Laborsicherheit als Querschnittsaufgabe vorgestellt. Es findet in Form eines zweiwöchigen Blockkurses jeweils in der vorlesungsfreien Zeit statt.

Weitere Informationen (Termine des nächsten Blockkurses, Anmeldeschluss, Klausurtermine, etc. ) finden Sie auf der Modulhomepage.

Das Modul besteht aus einem Seminar über Aspekte der Didaktik und einem eigenen Lehrprojekt der teilnehmenden Studierenden.

Seminar

Das Seminar umfasst 2 SWS und wird jeweils im Sommersemester im Rahmen des Lehramtsmoduls "Grundlagen der Fachdidaktik I" durchgeführt. Es wird empfohlen, vor Aufnahme des Lehrprojekts bzw. parallel zur Bearbeitung des Lehrprojekts am Seminar teilzunehmen, um die gewonnenen didaktischen Kenntnisse in das Lehrprojekt einfließen lassen zu können.

Lehrprojekt

Ziel des Lehrprojekts ist die Vorbereitung, Durchführung und Evaluation einer "didaktischen Innovation" in einer Lehrveranstaltung. Dies soll in enger Absprache mit der oder dem Verantwortlichen der Lehrveranstaltung erfolgen. Dabei sind für die Art der "Lehrinnovation" keine engen Grenzen gesetzt, folgende Beispiele können als Anregung dienen:

  • Vorbereitung und Durchführung einer besonderen Übungsstunde (z. B. mit aktivierenden Methoden wie Gruppenpuzzle o. ä.)
  • Vorbereitung einer "Inverted-Classroom"-Einheit
  • Erstellung von Zusatzmaterialien zur Einübung und/oder Vertiefung des in der Veranstaltung behandelten Stoffs
  • Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von neuen Feedbackmöglichkeiten (Studierende -> Lehrende, Lehrende -> Studierende, Selfassessments für Studierende)
  • Erstellung/Überarbeitung von Skripten
  • Erstellung/Überarbeitung von Modulhomepages

Dieser Modulteil wird mit einem schriftlichen Bericht abgeschlossen, welcher vom betreuenden Dozenten bewertet wird.

Wichtig!

Die Teilnahme am Modul "Vermittlung Chemischen Grundwissens" setzt die Zusage für die Umsetzung des Lehrprojekts in einer geeigneten Lehrveranstaltung durch die/den zuständige(n) Dozentin/Dozenten voraus.
Die Teilnahme am Modul "Vermittlung Chemischen Grundwissens" ist nicht an eine Tutorenstelle in der Lehrveranstaltung, in der das Lehrprojekt durchgeführt werden soll, gebunden. Bei Lehrinnovationen in Übungen oder Praktika kann es allerdings sinnvoll sein, wenn das Lehrprojekt von einer Tutorin/einem Tutor der entsprechenden Lehrveranstaltung durchgeführt wird.
Umgekehrt begründet die Teilnahme am Modul "Vermittlung Chemischen Grundwissens" auch keinen Anspruch auf eine Tutorenstelle in der entsprechenden Lehrveranstaltung.
 

Studierende, die sich für das Modul "Vermittlung Chemischen Grundwissens" interessieren, können beim Studiengangsmanagement weitere Informationen erhalten. Das Studiengangsmanagement sammelt auch Vorschläge für Lehrprojekte der Dozenten und hilft Studierenden bei der Suche nach einem geeigneten Lehrprojekt.

Das Sprachlernzentrum (SLZ) der Universität bietet Sprachlernmodule zum Erwerb bzw. zur Vertiefung von Sprachkenntnissen in mehr als zehn Sprachen (auch Deutsch als Fremdsprache) und auf verschiedenen Niveaustufen an.

Die Sprachmodule haben einen Umfang von 6 Leistungspunkten und können als freies Wahlpflichtmodul in ein Bachelorstudium eingebracht werden. Die Sprachkurse finden in einem Blended-Learning-Format statt (Präsenzunterricht und eLearning).
Daneben gibt es auch die Möglichkeit des Begleiteten Autonomen Fremdsprachenlernens. Auch auf diese Weise können 6 LP pro Niveaustufe erworben werden.

Die Belegung einiger Sprachkurse setzt die vorhandene Sprachniveaueinstufung (online auf eCampus) voraus.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des SLZ.

Folgende vom Argelander-Institut für Astronomie angebotene Module können Studierende des Bachelorstudiengangs Chemie im freien Wahlpflichtbereich belegen:

Davon sollte astro121 zuerst absolviert werden.

Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Dozentinnen bzw. Dozenten der Veranstaltungen.

Folgende Module des Bachelorstudiengangs Geographie (Begleitfach) können als freie Wahlpflichtmodule absolviert werden:

Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an das Studiengangsmanagement der Geographie.

Folgende Module des Bachelorstudiengangs Informatik können als freie Wahlpflichtmodule absolviert werden:

Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an die Studienberatung der Fachgruppe Informatik.

Aus dem Kanon des Staatsexamensstudiengangs Lebensmittelchemie kann folgendes Modul als freies Wahlpflichtmodul absolviert werden:

LCh 4.3 (entspricht ELW-006): Lebensmittelkunde (SS, 6 LP, 780 730 060)

Die an den Bedürfnissen des Chemiestudiums orientierte Mathematik-Ausbildung im Bachelorstudiengang Chemie erfolgt im Rahmen der Module BCh 20 1.5 (Mathematik im Chemiestudium I) und BCh 20 2.2 (Mathematik im Chemiestudium II) durch die Dozentinnen und Dozenten des Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie.

Studierende, die sich darüber hinaus tiefergehend mit Mathematik befassen möchten, können folgende Module des Bachelorstudiengangs Mathematik im freien Wahlpflichtbereich absolvieren:

V1G1: Analysis I (WS, 9 LP, 611 100 101)
V1G3: Lineare Algebra I (WS, 9 LP, 611 100 103)
V1G5: Algorithmische Mathematik I (WS, 9 LP, 611 100 105)
Die Modulbeschreibungen finden Sie hier.

 Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an das Studiengangsmanagement der Mathematik.

Die Physik-Grundausbildung wird im Chemiestudium im Rahmen der Module BCh 20 1.4, BCh 20 2.4 und BCh 20 2.5 geleistet.

Studierende, die sich darüber hinaus mit weiterführenden Themen der Physik beschäftigen möchten, können aus dem Bachelorstudiengang Physik folgende Module als freie Wahlpflichtmodule wählen:

Die erfolgreiche Teilnahme an diesen Modulen setzt voraus, dass die in den Physik-Pflichtmodulen des Chemiestudiums behandelten Themen sicher beherrscht werden und die Rechenfertigkeiten ein hohes Niveau aufweisen. Vor dem Besuch eines dieser Module wird eine Beratung bei einem Studienberater der Physik (Dr. E. von Törne, Dr. U. Blum) empfohlen.

Folgende Module des Bachelorstudiengangs Volkswirtschaftslehre können als freie Wahlpflichtmodule absolviert werden:

  • VWL G X: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre (WS/SS, 7,5 LP, 333 191 000)
  • BWL TDU X: Grundzüge der BWL: Einführung in die Theorie der Unternehmung (WS, 7,5 LP, 333 191 003)
  • BWL IUF X: Grundzüge der BWL: Investition und Finanzierung (SS, 7,5 LP, 333 191 004)
  • FIN X: Finanzmärkte und Institutionen (SS, 7,5 LP, 333 191 013)

Diese Module bestehen jeweils aus einer vierstündigen Vorlesung und einer zweistündigen Übung. Weitere Informationen finden Sie in den Modulbeschreibungen.

Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an das Studiengangsmanagement VWL.

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